Fachausschuss (FA) Radartechnik

Dr.-Ing. Peter Knott Vorsitzender Fachausschuss Radartechnik

Als Christian Hülsmeyer (25.12.1881 - 31.1.1957) am 30. April 1904 seine Erfindung beim Kaiserlichen Patentamt zu Berlin einreichte, da war ihm sicherlich nicht klar, welch weltbewegendes Patent sich hinter seiner Erfindung verbarg. Hülsmeyer war motiviert durch ein Schiffsunglück auf der Weser und dachte dabei an die erst kürzlich von Heinrich Hertz (22.2.1857 - 1.1.1894) experimentell nachgewiesenen elektromagnetischen Wellen. Seine Erfindung nannte Hülsymeyer in guter Tradition technische Sachverhalte durch lateinische Begriffe zu beschreiben "Telemobiloskop". Die Bezeichnung RADAR enstand erst in der 30er Jahren des 20. Jahrhunderts.

In dieser Hülsmeyer´schen Tradition steht der FA Radartechnik der DGON, der durch eine Gruppe von wirklichen Radarexperten aus Wissenschaft und Wirtschaft geprägt ist. Der FA Radartechnik trifft sich zweimal pro Jahr und organisiert das International Radar Sympsoium (IRS) im jährlichen Wechsel mit den polnischen Freunden und Kollegen.

Die Radartechnik hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftszweig mit enormer technischer und ökonomischer Bedeutung entwickelt. Sämtliche Verkehrssysteme sind heute ohne Radartechnik nicht realisierbar. Aus Gründen der höheren Effizienz wird der FA Radartechnik der DGON gemeinsam mit dem FA "Ortung" der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im VDE betrieben.

Radarkonferenz (IRS - 20xx)

Der FA Radartechnik organisiert und plant im jährlichen Wechsel mit den polnischen Freunden das

  • Internationalen Radar Symposiums (IRS 20xx)

mit großem Erfolg und weltweiter Beteiligung sowie Anerkennung. In diesem Jahr fand die IRS-2011 in Leipzig im Pentahotel statt. Leipzig ist die Stadt, in der Johann Sebastian Bach vor 250 Jahren gelebt und gearbeitet hat. Insgesamt kamen 150 Teilnehmer aus 27 verschiedenen Ländern nach Leipzig zur IRS-2011. In 28 technischen Sessions wurden 135 technisch wissenschaftliche Vorträge gehalten. Die Konferenzproceedings enthalten mehr als 900 Seiten und mehr als 25 Sponsoren haben diese Konferenz unterstützt.

Veranstaltung der letzten Jahre

Das Internationale Radar Symposium weist eine langjährige Tradition auf. Das erste IRS fand in München 1998 erfolgreich statt. Es folgten Veranstaltungen in Berlin (2000), in Bonn (2002) und in Dresden (2003). Auf der Basis der Zusammenarbeit mit polnischen Universitäten und Organisationen wurde der Gedanke geboren, durch die internationale Wahl des Ortes den internationalen Aspekt/Gedanken der IRS noch mehr hervorzuheben.

Seit dieser Zeit fand die IRS in Warsaw, Polen (2004), in Berlin, Deutschland (2005), in Krakow, Polen (2006), in Köln, Deutschland (2007), in Wroclaw, Polen (2008), in Hamburg, Deutschland (2009) und 2010 zum ersten Mal in der Hauptstadt von Litauen, Vilnius statt.

Mit der IRS 2011 in Leipzig, mit über 250 Teilnehmern aus 27 Nationen, organisiert durch die Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH) und die Deutsche Gesellschaft für Ortung und Navigation (DGON), wurde die sehr erfolgreiche Staffel der Radar Symposien fortgesetzt.

Vorsitzende des Fachausschusses Radartechnik

 

  • Aktuell
Vorsitzender:Dr.-Ing. Peter Knott
Stellvertreter:Dr. Roland Mallwitz
  • 1995 - 2016
Prof. Dr. rer. nat. Dr. h. c. Hermann Rohling
  • 1984 -1995
Prof. Dipl.-Ing. Hans J. Eberhardt
  • 1970 -1984
Dr. rer. nat. Otto Hilke
  • 1970
Konstituierende Sitzung FA Radartechnik

 

Historischer Werdegang

Der Fachausschuss Radartechnik ist hervorgegangen

  • 1951 aus dem Fachausschuss Radar (im Ausschuss für Funkortung)
  • 1961 aus dem Fachausschuss 5 "Radar-Verfahren und -Technik" (in der DGON)

In den folgenden Jahren entstanden die Kommissionen für Landverkehr, Luftverkehr und Schifffahrt und die Fachauschüsse für Fragen der Navigation, die über den Bereich dieser einzelnen Verkehrsträgers hinausgehen. Hierzu gehört der Fachausschuss Radartechnik.

1996 wurde durch Prof. Rohling die Kooperation des DGON Fachausschusses für Radartechnik mit der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE FA 7.4 Ortung als Gemeinschaftsausschuss gebildet.

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